Segwaytour Nürnberg
Das Reichsparteitagsgelände
- Kulissen der Gewalt.
Mit dieser interessanten, im wahrsten Sinne bewegenden SegwayTour begeben wir uns auf Spurensuche der jüngsten Geschichte Nürnbergs.
Von der Stadt der Reichstage des Heiligen Römischen Reichs deutscher Nation zur Stadt der Reichsparteitage des Dritten Reichs.
Auf elf Quadratkilometern – der größten Baustelle der Welt -
sollte eine monumentale Kulisse für die Selbstinszenierung der NSDAP entstehen.
In der ca. 2-stündigen Segway-Rundtour mit elf Stationen erleben Sie einen beispiellosen Lernort deutscher Geschichte.
- Nach dem „Einrollen“ auf dem Parkplatz der Meistersingerhalle,
erfahren Sie etwas über den Ursprung der Reichsparteitage. Anschließend fahren wir zum Luitpoldhain.
1929 missbrauchten die Nationalsozialisten die schon bestehende
Ehrenhalle
erstmals in ihrer Inszenierung des Totenkults am „Tag der SS und SA“.
- Weiter geht’s zum Standort der ehemaligen Luitpoldhalle.
Vor 1933 war sie bereits als Maschinen-Ausstellungshalle für die Bayerische Jubiläums-Landesausstellung erbaut.
Die unvollendete
Kongresshalle
ist das größte erhaltene Bauwerk der NS-Herrschaftsarchitektur.
Vorbild für die Fassadengestaltung war das Colosseum in Rom.
- Das
Dokumentationszentrum
zum Reichsparteitagsgelände ist 2001 entstanden.
Im Mittelpunkt des Dokuzentrums steht die sehenswerte Dauerausstellung „Faszination und Gewalt“.
- Im Zentrum die Bühne für Hitler und seine Ehrengäste,
davor die Rednertribüne. Das geplante Fassungsvermögen: 50.000 Personen.
Größe und Proportionierung der Propagandabauten zielten auf Einschüchterung, gleichzeitig auch auf Stolz über
die „Größe des Erreichten“.
Der einzelne Mensch musste sich im Angesicht der Bauten klein vorkommen, das Individuum zählte im Angesicht der Masse nichts.
- Hier sollte einmal das Deutsche Stadion stehen, mit über 400.000 Plätzen.
Mit 540 m Länge und 445 m Breite wäre es bei 82 m Höhe das größte Stadion der Welt geworden.
Aus einem Teil der Baugrube wurde der
Silbersee.
- Das zwischen 1926 und 1928 entstandene
Städtische Stadion
wurde schon vor den Nationalsozialisten gebaut, gleichwohl aber bereits 1933 als „Stadion der Hitler-Jugend“ weiter verwendet.
- Das
Zeppelinfeld,
ein fast quadratisches Aufmarschgelände ist größer als zwölf Fußballfelder und wurde von
34 Türmen eingefasst.
- Auf den
Tribünen
des Zeppelinfeldes fanden bis zu 70.000 Zuschauer Platz,
auf dem 290 x 312 m großem Feld konnten bis zu 250.000 Teilnehmer aufmarschieren.
- Ehemaliger Bahnhof Dutzendteich (1934 – 1936 ausgebaut). Einer der vier Anfahrtsbahnhöfe des Reichsparteitagsgelände.
Kaum bekannt ist, dass hier 1835 die erste Eisenbahn Deutschlands zusammen gebaut wurde.